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Vertreterversammlung

 

Volksbank Petershagen hat einen neuen Aufsichtsrats- vorsitzenden. Sascha Wagener Nachfolger von Wolfgang Maiwald.

 

Besser als erwartet ist die Volksbank Petershagen durch das Jahr 2 der Finanzkrise gekommen. „Wir haben mit Vertrauen gewonnen und unsere Ertragslage verbessert. Das Ergebnis hat die Erwartungen übertroffen“, berichtete Vorstandsmitglied Ulrich Ernsting, als er dieser Tage den im Landgasthaus Rathert (Meßlingen) versammelten Vertretern Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr erstattete.

„Sicherheit in der Geldanlage“ war auch im vergangenen Jahr das große Thema. Mitglieder und Kunden der Volksbank Petershagen zeigten wenig Interesse an finanziellen Experimenten. Sie gingen lieber auf Nummer sicher, hielten ihr „Pulver“ trocken und vertrauten es der heimischen Kreditgenossenschaft an. Kundeneinlagen (+ 5,6 Prozent) und Bilanzsumme (+ 5,4 Prozent) der Volksbank erhielten dadurch einen vergleichsweise kräftigen Schub nach vorn. Demgegenüber verblieben die Kundenkredite aufgrund der gedrosselten Nachfrage auf dem Vorjahresstand.

Unter dem Strich erzielte das Institut mit seinen 118 Mitarbeitern (darunter acht Auszubildende) einen Überschuss von 892.000 Euro – rund 250.000 Euro mehr als vor Jahresfrist. Auch wenn der eine oder andere Vertreter davon gerne etwas mehr im Portmonee der Mitglieder gesehen hätte, folgte die Versammlung einstimmig dem Verwaltungsvorschlag für die Gewinnverwendung. Dieser sah die Ausschüttung einer 5,0-prozentigen Dividende an die 12.123 Mitglieder (plus 308 gegenüber 2008) und eine deutliche Stärkung des Eigenkapitals vor.

Damit kann die Volksbank Petershagen auch als kleinerer Partner auf Augenhöhe mit der benachbarten Volksbank Minden-Hille-Porta über den (im Frühjahr 2011) geplanten Zusammenschluss verhandeln und die laufende Zusammenarbeit weiter ausbauen. Ausführlich Stellung bezog Vorstand Ulrich Ernsting auf der Vertreterversammlung (Leitung: Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Maiwald) zu Gründen, Vorteilen und Zeitplan der Fusion. In der anschließenden Aussprache wurde die Verschmelzung der beiden Banken durchweg positiv gesehen. Auf Nachfrage erklärten Vorstand und Aufsichtsrat noch einmal, warum statt des angedachten Zusammenschlusses aller vier Volksbanken im Altkreis Minden jetzt eine „Lösung zwei plus zwei“ favorisiert wird.

Keine Überraschungen lieferten die üblichen Abstimmungen: Der Jahresbericht wurde einstimmig festgestellt. Ebenso erfolgte die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat ohne Gegenstimmen. Und auch bei den turnusmäßigen Wahlen zum Aufsichtsrat waren sich die Vertreter/innen einig, indem sie die Amtsinhaber Wolff Bäumlein, Heinrich Führing, Horst Hormann, Harald Strohmeier und Dietrich Trölenberg für weitere drei Jahre im Kontrollgremium bestätigten.

Aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist dagegen nach dem Erreichen der Altersgrenze der bisherige Vorsitzende Wolfgang Maiwald. Der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband (RWGV) honorierte sein 22-jähriges ehrenamtliches Wirken für die Volksbank mit der Verleihung der Silbernen Ehrennadel. RWGV-Vorstand Moritz Krawinkel, Ehrengast der Vertreterversammlung, hob in seiner Laudatio Maiwalds Kompetenzen als Immobilienexperte und seine besondere Menschenkenntnis hervor. Krawinkel: „Das war der richtige Mann am richtigen Platz.“

Inzwischen hat Wolfgang Maiwald auch einen Nachfolger. Neuer Vorsitzender des Kontrollgremiums ist Sascha Wagener. Auf einer Sitzung wählten die 13 Mitglieder des Aufsichtsrates den 39-jährigen kaufmännischen Geschäftsführer aus Eldagsen einstimmig ins Amt.

Bild:
Silber für 22 Jahre im genossenschaftlichen Ehrenamt: Verbandschef Moritz Krawinkel (r.) verlieh dem scheidenden Wolfgang Maiwald die Ehrennadel des RWGV.